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Ausgabe Baden-Württemberg

Handelsverband verleiht Stadtmarketing-Preis 2015

Aalen, Ravensburg und Markgröningen – diese Städte erhalten in Stuttgart den Stadtmarketing-Preis Baden-Württemberg 2015. Der Staatssekretär im Finanz- und Wirtschaftsministerium, Peter Hofelich MdL, überreichte die Auszeichnung gemeinsam mit Handelsverbandspräsident Horst Lenk an die Sieger.

Für ihre herausragenden Wettbewerbsbeiträge wurden die folgenden Endrundenteilnehmer geehrt (in alphabetischer Reihenfolge): Bad Saulgau, Calw, Crailsheim, Esslingen am Neckar, Mosbach, Mühlacker, Nagold, Pfullendorf, Plochingen am Neckar, Radolfzell am Bodensee, Staufen im Breisgau und Tuttlingen.

Der Stadtmarketing-Preis wird alle zwei Jahre vom Handelsverband Baden-Württemberg für besonders originelle und zukunftsweisende Projekte verliehen. Der Wettbewerb wird unterstützt von der CIMA Beratung + Management GmbH. Jede Siegerkommune erhält als Preis ein Tannenbaum-Dekor in 3D-Optik (Sponsor: SES Scherer, Stockach), einen individuellen Image-Film (Sponsor: Regio TV Bodensee) sowie einen professionellen Weihnachtsmarktcheck (Sponsor: CIMA Beratung + Management GmbH).

Horst Lenk, Präsident des Handelsverbandes Baden-Württemberg, zum Ziel des Preises: „Wir sehen die Mitgestaltung und Erhaltung funktionierender Stadtstrukturen in Baden-Württemberg als wichtige Aufgabe an, um die erfolgreiche Zukunft der Städte und Gemeinden zu sichern. Der Wettbewerb soll gerade in Zeiten der zunehmenden Digitalisierung die Innenstädte als Einkaufs-, Lebens- und Erlebnisraum aufwerten. Hier „best practice“-Beispiele aufzuzeigen, die für Bewohner und Besucher einen Spannungsbogen zwischen Einkaufen, Kultur, Leben und Erleben herstellen und andere Städte für diesbezügliche Aktivitäten zu motivieren, dies ist die zentrale Intention des Stadtmarketing-Preises.“

Das Finanz- und Wirtschaftsministerium hatte auch in 2015 – bei der fünften Auflage des Wettbewerbs – die Schirmherrschaft für den Stadtmarketing-Preis Baden-Württemberg übernommen. Peter Hofelich, Staatssekretär im Finanz- und Wirtschaftsministerium, sagte bei der Preisverleihung: "Unsere Kommunen und vor allem deren Innenstädte verändern sich ständig. Dabei ist der Strukturwandel im Einzelhandel hin zu großen Einkaufszentren, Fachmärkten und anderen großflächigen Betriebsformen ein Faktor, den wir seit längerem beobachten können. Hinzu kommen weitere Faktoren wie der Onlinehandel oder der demografische Wandel. Vor allem in den Ballungsräumen besteht ein angespannter Wohnungsmarkt. Für die Kommunen ergeben sich daraus unterschiedliche Herausforderungen - zum Beispiel in der Stadt- und Verkehrsplanung, im Stadtmarketing, in der Wirtschaftsförderung oder im Wohnungsbau.

Aus wirtschafts- und mittelstandspolitischer Sicht geht es vor allem darum, die Innenstädte und Ortszentren unter diesen Rahmenbedingungen als Handelsstandort attraktiv zu halten und mit ihrer Nahversorgungsfunktion zu erhalten. Auch das Land Baden-Württemberg stellt sich diesen Herausforderungen. Die städtebauliche Erneuerung und Entwicklung unserer Kommunen hat für das Land große politische Bedeutung - für die Städtebauförderung stehen in diesem und im kommenden Jahr jeweils rund 200 Millionen Euro jährlich zur Verfügung.“

Gesucht wurden beim Stadtmarketing-Preis in 2015 Projekte, die sich nicht nur durch ihren Vorbildcharakter für andere Städte hervorheben, sondern auch in ein auf Nachhaltigkeit ausgerichtetes Stadtmarketing bzw. Citymarketing eingebettet sind. Von den zahlreichen guten, bereits realisierten bzw. in der Umsetzung befindlichen Ideen im Land waren 15 in die Endrunde gekommen, die ihr Projekt der Jury persönlich in einer Präsentation vorstellen. Diese Jury, in der anerkannte Experten aus dem Bereich Kommunal- und Stadtmarketing sitzen, kürte dann aus diesem Kreis jeweils einen Preisträger in den Kategorien Kleinstädte und Gemeinden, Mittel- sowie Großstädte.

Die drei Preisträger im Kurzporträt

Kategorie Großstädte: Aalen

In der Kategorie Großstädte geht der Preis 2015 an Aalen mit dem Projekt „50 Portraits – 50 Länder“. Mit der Aussage „Wir sind Aalen“ präsentieren sich interessante Menschen und ihr Ursprungsland und erzählen von einer erfolgreichen Integration und wie Aalen ihre Heimat geworden ist. 50 Menschen mit Migrationshintergrund aus Aalen wurden fotografiert. Anschließend wurden diese Porträts als großformatige Kunstwerke in der Aalener Innenstadt auf Stelen aufgebaut. Durch die Verteilung der Schwarz-Weiss-Portraits in der gesamten Innenstadt wurde Aalen zu einer großen Freiluftausstellung, die viele Menschen aus der Stadt und der Umgebung in die City zog. Zum Auftakt fand ein Internationales Festival auf dem Marktplatz statt, gefolgt von vielen weiteren Aktionen. Den Akteuren – unter Einbindung vieler Aalener Bürger aus aller Welt – ist eine überzeugende Botschaft des Miteinanders gelungen, befand die Jury. Der Einzelhandel wurde aktiv einbezogen durch die Präsentation der 50 verschiedenen Länder, man kam mit Kunden ins Gespräch darüber. Zusätzlich gab es eine Sammelbildaktion zu den Ländern.

Kategorie Mittelstädte: Ravensburg

In der Kategorie Mittelstädte vergab die Jury den ersten Preis an Ravensburg mit dem Projekt „Lyrischer Rundgang in der Unterstadt“. Seit mehr als 20 Jahren betreiben die Stadt und das Wirtschaftsforum Pro Ravensburg unter dem Dach der Initiative Ravensburg gemeinsames Stadtmarketing. Hier liegt ein besonderes Augenmerk auf der Stärkung einzelner Quartiere. Dazu zählt unter anderem die Unterstadt, die mit Hilfe unterschiedlicher Kommunikationsrunden und Aktionen belebt werden soll. Die Unterstadt war in früheren Zeiten das Handwerkerviertel von Ravensburg. Deshalb soll auch in Zukunft dieser geschichtliche Bezug herausgestellt werden. Im Rahmen dieses Quartiersmanagements entstand die Aktion „Lyrischer Rundgang durch die Unterstadt“. Der lyrische Rundgang verbindet Kunst und Kultur vor der historischen Kulisse der Ravensburger Unterstadt. Die Idee entstand im Unterstadt-Treff, zu dem die Initiative Ravensburg viermal im Jahr einlädt. Dort findet ein regelmäßiger Dialog mit Anwohnern und Geschäftsleuten statt. Ziel ist es, gemeinsam Ideen zur Belebung des Quartiers zu entwickeln. Die Idee des „Lyrischen Rundganges“, der insbesondere Gedichte rund um das Handwerk repräsentiert, stammte von Wolfram Frommelt, einem Kunstschaffenden und Bewohner der Ravensburger Unterstadt.

Kategorie Kleinstädte und Gemeinden: Markgröningen

In der Kategorie Kleinstädte und Gemeinden gewann die Stadt Markgröningen mit ihrem Stadtmarketing-Projekt Meine Stadt! Deine Stadt?. Markgröningen liegt im Einzugsgebiet von Stuttgart (ca. 20 km) und ist weithin bekannt durch den jährlich stattfindenden Schäferlauf und seine historische Altstadt. Die Stadt befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zu attraktiven Städten wie Bietigheim (7 km) und Ludwigsburg (10 km). Diese starke Konkurrenzsituation und der Boom im Onlinehandel belasten Einzelhandel, Dienstleister und Handwerker vor Ort. Ziel dieses Projektes ist es, diesem Trend nachhaltig entgegenzuwirken. Eine breit angelegte Plakataktion setzt deshalb auf die „Markgrönisierung“ von Aussagen, die einerseits das Alleinstellungsmerkmal von Angeboten, Dienst- und Serviceleistungen vor Ort, andererseits das Wir-Gefühl der lokalen Akteure betont. Die Jury urteilte: Markgröningen hat mit dem „Markgröninger Abendspaziergang“ den Blick hinter viele Unternehmenskulissen gewährt und so Nähe und Identität gestärkt. Besonders hervorgehoben wurde, dass sich alle Teilprojekte selbst finanziert haben, ein gutes Beispiel für den Markgröninger Ansatz: „Wir wollen selbst etwas für unsere Stadt tun!“

Zwölf weitere Prämierte

Neben den drei Hauptsiegern wurden zwölf weitere Städte und Gemeinden als herausragend, zukunftsweisend und beispielhaft für modernes Stadtmarketing gewürdigt.

Bad Saulgau

So überzeugte Bad Saulgau mit seinem Projekt „Kunst am Markt“. Die Aktion ‚Kunst am Markt‘ wartet nicht bis Besucher zur Kunst finden, sondern die Künstler gehen zu den Besuchern.“ Mit diesen einfachen Worten beschrieb die Bürgermeisterin der Stadt das Projekt. Hierbei wurde im Rahmen einer Gruppenausstellung regionalen Künstlern in städtischen Galerieräumen die Möglichkeit gegeben, sich (teilweise erstmalig) einer breiten Öffentlichkeit zu präsentieren. Gleichzeitig/zusätzlich wurde jedem Künstler ein Betrieb (Einzelhandel, Handwerker oder Dienstleister) in der Stadt zugewiesen, wo weitere seiner Werke ausgestellt wurden. Der räumliche Fokus lag dabei auf der Innenstadt, aber auch Betriebe aus den peripher gelegenen Gewerbegebieten haben sich mit großem Erfolg am Projekt beteiligt. So wurde die Stadt für vier Wochen zu einer einzigen, großen Kunstgalerie mit allem was dazugehört: Vernissage, Katalog und Verkauf von Kunstwerken.

Calw

Den Weihnachtsmonat als umsatzstärkste Zeit im Einzelhandel stellte Calw in den Fokus seiner Bewerbung. Hierzu wurde in den vergangenen fünf Jahren ein Weihnachtskonzept für die Calwer Innenstadt entwickelt. Um die Kundschaft während des gesamten Weihnachtsmonats an den Calwer Einzelhandelsstandort zu binden, finden im Weihnachtsmonat vom 1.24. Dezember mehrere Aktionen und unterschiedliche Erlebnistage statt. Die folgende Aufzählung der Stadtmarketingaktionen soll den Projektumfang verdeutlichen: Calwer Weihnachtsrätsel mit 50 Einzelhändlern, Calwer Adventstür mit 28 Einzelhändlern, Weihnachtlicher Wochenmarkt mit 810 Markthändlern, Calwer Weihnachtsknöllchen für Falschparker und Calwer Weihnachtsmarkt mit 80 Anbietern. Außerdem wurde eine Vielzahl an weiteren Partnern, wie beispielsweise Vereine, Kindergärten, Kirche etc. mit integriert.

Crailsheim

Der „Kulinarische Weihnachtsmarkt“ in Crailsheim ist seit 2011 fester Bestandteil der Vorweihnachtszeit in Crailsheim. Am ersten Adventswochenende bietet sich für Schlemmer und Genießer ein besonderes Weihnachtserlebnis auf dem Crailsheimer Marktplatz. An bis zu 25 Ständen bieten Gastronomen, Feinkosthändler und weitere Anbieter exklusive Köstlichkeiten für die Besucher an. An drei Tagen, von Freitagnachmittag bis Sonntagabend, wird Crailsheim so zum vorweihnachtlichen „Schlaraffenland“. Dabei liegt der Fokus auf regionalen Anbietern und Gastronomen, die ihre Speisen und Getränke im Rahmen des Weihnachtsmarktes anbieten. Damit hebt sich der „Kulinarische Weihnachtsmarkt“ klar von klassischen Weihnachtsmärkten in der Region ab und setzt auch beim Rahmenprogramm und der Werbung bewusst auf einen modernen Auftritt.

Esslingen

Der Esslinger „Projektwettbewerb der Straßengemeinschaften“ wurde im Jahr 2013 durch die EST entwickelt. Die Stadt Esslingen am Neckar fördert seit 2014 innovative und profilbildende Projekte der Straßen-und Quartiersgemeinschaften der Altstadt mit einem städtischen Zuschuss in Höhe von 30 TEUR p.a. unter der Voraussetzung, dass sich die Quartieren an der Finanzierung mit mindestens 50 Prozent beteiligen und die Projekte mit Unterstützung durch das Citymanagement selbst umsetzen. Somit wurde das Modell einer Co-Finanzierung von Stadt und Wirtschaft, das bereits bei der Gründung des Esslinger Citymanagements im Jahr 2007 erfolgreich eingeführt wurde, auf alle Quartiers- und Straßengemeinschaften der Esslinger Altstadt ausgeweitet.

Mosbach

Der Mosbacher Marktplatz, umrahmt von prächtigen Fachwerkbauten, ist wohl einer der schönsten in ganz Süddeutschland. Neben regulären Wochenmärkten am Mittwoch und Samstag bieten die monatlichen Erlebnismärkte eine ganz besondere reizvolle Gelegenheit, in der historischen Altstadt auf Entdeckungsreise zu gehen. Neben seinem Angebot bietet jeder Markt Musik, Feines für Gaumen und Unterhaltung für die ganze Familie. Themen der Monatsmärkte waren unter anderem Kunsthandwerk, Blumen, Kräuter, Mittelalter, Kürbis oder der Kurpfälzer Brotmarkt.

Mühlacker

Mühlacker punktet!“ ist der Slogan der 2006 eingeführten Kundenkarte MühlackerCard, bei der Kunden beim Einkauf Bonuspunkte sammeln und sich diese als Prämienpunkte bei folgenden Einkäufen gutschreiben lassen können. Die Fachgeschäfte in der City Mühlacker zeichnet aus, dass sie gemeinschaftlich die MühlackerCard-Kundenkarte und verschiedenste Aktionen realisieren und gleichzeitig ihre Einzigartigkeit in Service und Angebot als stationäres Geschäft präsentieren: Gemeinsam Einzigartig. Lobend erwähnte die Jury die Aktion „Digitaler Adventskalender“, die einheitlichen Servicetafeln an den Geschäften und die vielen Aktionen des Handels mit Bezug auf die Mühlacker Gartenschau 2015.

Nagold

„Stadtflair lässt sich nicht online bestellen.“ So lautet der simple aber wahre Ansatz der Nagolder Akteure. Aber Stadtflair kann man in einem hochwertigen Printmedium mit einer Auflage von 170.000 Stück zweimal im Jahr zeigen und jeden Tag vor Ort leben, war dann die logische Konsequenz. Das hochwertige Magazin „Nagold erleben“ bringt die Stadt Nagold, ihre Atmosphäre, ihr Lebensgefühl und ihren Handel nach Hause ins Wohnzimmer. Und von dort machen sich viele Menschen nach der Lektüre nachweislich auf den Weg, um das Original, die Marke „Nagold“ dann tatsächlich direkt und live zu erleben.

Pfullendorf

Das Gestaltungsförderungsprogramm in Pfullendorf ist ein vorbildliches städtisches Bonussystem. Es belohnt Hauseigentümer oder Mieter für eine attraktive Gestaltung der nach außen gerichteten Objektelemente, indem es einen Teil der Sanierungs‐ und Entstehungskosten trägt. Der Unterscheid zu sonstigen Förderprogrammen ist, dass es keinen Schwellenbetrag gibt, ab dem überhaupt gefördert werden kann. Gefördert werden auch Einzelthemen, zum Beispiel die Sanierung der kompletten Fassade, die Sanierung und Erhaltung von historischen Fenstern und Türen, die Anbringung von adäquaten und wertigen Werbeauslegern sowie die Anschaffung von hochwertigen und stilistisch zur Altstadt passenden Außenmöbeln in der Gastronomie. Dabei stehen eine vorherige Abstimmung mit der Stadtverwaltung und die gemeinsame Definition von Art, Material und Farbe im Zentrum des Förderprogramms. Grundsätzlich steht hinter dem Programm der Gestaltungsförderung das Ziel, das „Produkt Altstadt“ aufzuwerten und mit altstadttypischem Flair und gemütlichem Ambiente auf Pfullendorf aufmerksam zu machen.

Plochingen

Als erste Aktion wurde mit der Nürtinger Agentur „Ideal Media“ das Projekt „Plochingen hat Talent“ im Jahr 2013 durchgeführt. Ähnlich aufgebaut wie „Deutschland sucht den Superstar“ wurden Gesangstalente von 14 bis 30 Jahren gesucht. Der Bechtle Verlag in Esslingen mit der „Esslinger Zeitung“ konnte als Medienpartner gewonnen werden. Über einen Zeitraum von rund 6 Wochen wurde mindestens wöchentlich in der Esslinger Zeitung berichtet. Aus den rund 100 Bewerbern wurden die besten zehn zum Finale eingeladen. Ein Bowlingzentrum, ebenfalls in der Innenstadt, richtete das Finale mit mehreren hundert Gästen aus. In der Jury saßen Barbara Lampridou (SWR3 Redakteurin), Charles Simmons (u.a. TV Auftritte bei Voice of Germany), Steffen Geldner (Leiter Kommunikation, PR & Marketing Popbüro), Oliver Vollmer (Anzeigenleiter der Esslinger Zeitung) und Frank Buß (musikbegeisterter Bürgermeister der Stadt Plochingen). Die Gewinnerin durfte sich über einen eigens komponierten und produzierten Song in den Bevilaquca Studios in Nürtingen freuen. Plochingen zeigte mit seinem Wettbewerbsbeitrag vorbildlich, wie die Jugend an ihre Stadt gebunden werden kann.

Radolfzell

Das neue Radolfzeller Stadtmagazin „zeller magazin“ erscheint seit Anfang 2015 im zweimonatlichen Rhythmus als gemeinsames Marketinginstrument mehrerer Partner mit dem Ziel, die Stadt Radolfzell am Bodensee weit über die Region hinaus bekannt zu machen. Mit Berichten und Reportagen über Menschen, Handel, Kultur, Wirtschaft, die medizinischen Reha-Einrichtungen und vieles mehr wird die typische Radolfzeller Lebensart in die Welt getragen – und soll in die Stadt einladen. Die Idee hierzu entstand im Arbeitskreis Marketing, in dem folgende Mitglieder regelmäßig tagen: Medizinische Reha-Einrichtungen der Stadt Radolfzell METTNAU, Aktionsgemeinschaft Radolfzell e.V., Stadtwerke Radolfzell GmbH, Fachbereich Kultur und die Wirtschaftsförderung der Stadtverwaltung und die Tourismus- und Stadtmarketing Radolfzell GmbH, bei der als Herausgeberin alle Fäden zusammenlaufen. Alle Partner sind finanziell am Projekt beteiligt, bringen sich aber auch gleichberechtigt inhaltlich ein.

Staufen

Eine multimediale Stadtführung bietet die Fauststadt Staufen, quasi die App zur Stadt: Mit Features wie einer Audioführung mit 27 Stationen und über 140 Fotos, einem interaktiven Stadtplan, der auch offline verfügbar ist, über 100 POIs (Points of Interest = Stationen) aus dem Bereich Tourismus & Handel sowie 50 weiteren POIs zu Ärzten, Parken, öffentlichen WCs, EC Automaten ist diese Stadtführung sehr attraktiv für Bürger und Besucher. GPSUnterstützung, Veranstaltungs-Highlights mit Beschreibung und Fotos sowie Daten & Fakten über Staufen runden dieses innovative Stadtmarketinginstrument ab. Das Ganze ist natürlich für die Nutzer kostenlos, für iOS und Android sowie auch in englischer Version erhältlich. Einmal heruntergeladen ist keine Internetverbindung für die Nutzung der App notwendig.

Tuttlingen

Bei dem eingereichten Projekt von Tuttlingen handelt es sich um die gemeinsame Stadtmarketing-Internetseite des Gewerbe- und Handelsvereins PROTUT und des Stadtmarketings der Stadt Tuttlingen: www.TUTerleben.de 
Die Seite soll als eine Bündelung der Aktivitäten im Stadtmarketing in Tuttlingen dienen und den Besuchern die Erlebnismöglichkeiten in der Stadt und der näheren Umgebung näher bringen. Die Zielgruppe sind sowohl Bürger der Stadt als auch Touristen und Gäste. Um diese sehr breite Gruppe anzusprechen, wird auf drei Faktoren besonders geachtet: fokussiert präsentierte Inhalte, eine einfache Menüstruktur durch flache Navigations-Hierarchie sowie ein modernes freundliches Design. Besonderer Fokus wird auf das Thema Einzelhandel und Gastronomie gelegt. Gerade viele inhabergeführte Einzelhandelsgeschäfte in der Tuttlinger Innenstadt sehen das Internet momentan eher als Fluch statt als Segen. Um der Konkurrenz von oft günstigeren Online-Shops entgegen zu wirken, darf man sich dem Internet aber nicht verschließen, sondern muss es für seine Zwecke nutzen. Hierzu dient eine Produkt- und Markensuchmaschine, die auf der Webseite angeboten wird - quasi ein „Lokales Google“. Viel Wert wird auch auf die Verknüpfung mit Soziale Medien und die mobile Nutzung gelegt. Dienste wie Facebook, Google oder die Bewertungsplattform Yelp werden in den Profilen der Händler und Gastronomen sowie den Veranstaltungen eingebunden, um hier eine wirkungsvolle Vernetzung zu erzielen. Dem gegenüber werden die Events und Aktionen auf den Social-Media Seiten von TUTerleben bei Facebook, Twitter und Instagram veröffentlicht und beworben.

Ihr Ansprechpartner zum Stadtmarketing-Preis beim Handelsverband:
Sascha Jost, Telefon 0711/64864-40, Mail: jost@hv-wuerttemberg.de

weitere Bilder der Preisverleihung

 

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