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Ladendiebstahl / Sicherheit

Sicherheitsmaßnahmen und Ladendiebstahl beschäftigen den Einzelhandel so lange, wie es ihn gibt. Die aktuellen Daten der EHI-Studie analysieren 3,9 Milliarden Euro Inventurdifferenzen im deutschen Einzelhandel und 1,3 Milliarden Euro Investitionen des Handels in Präventiv- und Sicherungsmaßnahmen. Vor allem der Aufmerksamkeit und der Sensibilität der Mitarbeiter kommt eine Schlüsselrolle bei der Bekämpfung von Ladendiebstählen zu.


EHI-Studie Inventurdifferenzen 2014

Im gesamten deutschen Einzelhandel summieren sich die Inventurdifferenzen auf 3,9 Milliarden Euro. Nach Einschätzung der Handelsexperten entfällt im Durchschnitt aller Branchen etwas mehr als die Hälfte der gesamten Verluste auf Kundendiebstähle, während man wertmäßig den eigenen Mitarbeitern rund 20 Prozent anlastet. Der Rest entfällt auf Lieferanten und interne Fehler. In absoluten Zahlen ergeben sich daraus etwa 2,1 Milliarden Euro Schaden durch Kundendiebstähle und 900 Millionen Euro durch eigene Mitarbeiter. Statistisch gesehen bedient sich jeder Bundesbürger jährlich an Waren im Wert von 26 Euro im Einzelhandel, ohne zu bezahlen.
Zu Verkaufspreisen gerechnet, geht dem Einzelhandel in branchengewichteter Hochrechnung durchschnittlich 1,01 Prozent seines Umsatzes verloren. Gegenüber 2012 haben sich die Verlustraten 2013 insgesamt kaum verändert.

Im Branchenvergleich stellen Baumärkte,  Drogeriemärkte sowie Teile des Bekleidungshandels überdurchschnittliche Bestandsdifferenzen bei der Jahresinventur fest.


Handel investiert weiter in Sicherheit

Die polizeilich erfassten Ladendiebstähle haben 2013 abermals mit 356.152 angezeigten Fällen um 1,5 Prozent abgenommen. Die Einschätzungen des Handels zur aktuellen Kriminalitätslage stehen allerdings im Widerspruch dazu, der Handel rechnet mit einer eher zunehmenden Kriminalität.

Im Durchschnitt aller Branchen gibt der Handel rund 0,3 Prozent vom Umsatz für Sicherheitsmaßnahmen aus. Kameraüberwachung liegt im Trend und wird weiter forciert. Geschultes, aufmerksames Personal sowie diebstahlhemmende Warenträger und Warensicherungen gewinnen aktuell weiter an Bedeutung. Ebenso sind permanente Datenanalysen zur Erkennung von diebstahlgefährdeten Artikeln und Schwachstellen wichtige Präventionsinstrumente. Insgesamt gibt der Einzelhandel jährlich 1,3 Milliarden Euro zur Reduzierung von Inventurdifferenzen aus.


Fazit

Das Bedrohungspotenzial durch Kundendiebstahl und Mitarbeiterdelikte ist unverändert hoch und wird von den Unternehmen ernst genommen. Auch kritische Medienberichte sollten Handelsunternehmen nicht davon abhalten, dort, wo es notwendig ist, unter Einhaltung der gesetzlichen Bestimmungen und der Persönlichkeitsrechte von Kunden und Mitarbeitern die erforderlichen Maßnahmen zur Eindämmung von Diebstählen zu ergreifen. Insbesondere wird die offene Kameraüberwachung als Präventions- und Überführungsinstrument von vielen Einzelhandelsunternehmen aktuell weiter ausgebaut.

An der aktuellen Untersuchung beteiligten sich 104 Unternehmen mit fast 18.000 Verkaufsstellen, die einen Gesamtumsatz von gut 69 Milliarden Euro erwirtschaftet haben.


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