14.09.2019

Baden-Württemberg, der Handel & die Debatte um Fahrverbote – ein Kommentar

Die Zukunft der Mobilität, unserer Innenstädte, des stationären Einzelhandels und damit auch der persönlichen Lebensqualität sind untrennbar miteinander verbunden. Wer diese Zukunft erfolgreich gestalten will, muss Zielkonflikte und einseitige Maßnahmen vermeiden. Wenn aber nun in Baden-Württemberg wieder über Fahrverbote für Euro 5-Dieselfahrzeuge diskutiert wird, wiederholt sich eine eindimensionale Debatte, die bei aller Bedeutung des Themas Luftreinhaltung wichtige Zukunftsfragen ausblendet.

Innenstädte leben vom Einzelhandel und der Gastronomie und beide leben von Anwohnern, Pendlern und Touristen. Umso schlechter die Erreichbarkeit der Innenstädte, desto schlechter funktioniert diese Symbiose. Einfahrtsbeschränkungen jeder Art sind eine enorme Zusatzbelastung, die eine Gefahr für das Überleben der Innenstädte darstellt. Oder mit anderen Worten: Sind Innenstädte schlecht erreichbar, verlieren sie ihre Attraktivität und damit auch ihre Funktion!

Sollten Fahrverbote in Stuttgart und anderen Städten die letzte Option sein, um die rechtlich bindenden Grenzwerte einzuhalten, müssen Politik und Verwaltung alles daran setzen und mehr tun als bisher, um Verbraucher, Pendler und Gewerbetreibende vor den negativen Auswirkungen zu schützen. Wir sagen ganz deutlich: Wir begrüßen und unterstützen ausdrücklich alle Anstrengungen, Fahrverbote durch Alternativmaßnahmen, Investitionen und Innovationen zu vermeiden! Sabine Hagmann, Hauptgeschäftsführerin Handelsverband Baden-Württemberg

Mehr zum Thema Fahrverbote finden Sie hier.

Kontaktperson(en)

Sabine Hagmann
Sabine Hagmann

Hauptgeschäftsführerin

0711 64864-20

0711 64864-24

Neue Weinsteige 44

70180 Stuttgart

phd Modal